mari Olpe. Wenn der Vor­stand des St.-Sebastianus-Schützenvereins Olpe zur Pres­se­kon­fe­renz vor dem Schüt­zen­fest ein­lädt, um Neu­es und Bewähr­tes zu ver­kün­den, ist bei den Her­ren stets die Vor­freu­de auf das anste­hen­de Fest der Fes­te spür­bar. „Noch drei Wochen bis zur Ordens­über­ga­be und sie­ben Wochen bis Schüt­zen­fest“, stell­te Schüt­zen­ma­jor Peter Lie­se am Diens­tag im Vor­stands­zim­mer auf dem Ümme­rich fest. Beson­ders freu­en sich natür­lich das amtie­ren­de Olper Königs­paar Horst Peter und Andrea Becker, das 25-jäh­ri­ge Jubel­kö­nigs­paar Theo und Moni­ka Sütt­mann, die 40-jäh­ri­ge Jubel­kö­ni­gin Els­beth Vie­denz und die 50-jäh­ri­ge Jubel­kö­ni­gin Ali­ce Ves­per auf das Hoch­fest, das vom 19. bis 22. Juli in der Kreis­stadt gefei­ert wird.
Das Gute vor­weg: Geträn­ke und Ein­tritts­prei­se blei­ben sta­bil. Bezüg­lich des Sicher­heits­kon­zep­tes steht der Ver­ein in die­sem Jahr jedoch vor einer beson­de­ren Her­aus­for­de­rung, da eine Beglei­tung der Fest­zü­ge durch die Poli­zei auf­grund der Lan­des­ge­setz­ge­bung nicht mehr gewähr­leis­tet wird. Der Vor­stand ist sich sicher, die­se gemein­sam mit der Sicher­heits­fir­ma Bever zu meis­tern. „Unter­stüt­zung erfah­ren wir auch durch das Ord­nungs­amt und den Bau­hof der Stadt Olpe, mit denen wir Plä­ne erstellt haben und die uns bes­tens unter­stüt­zen“, stell­te Peter Kli­che, Ober­leut­nant der Orga­ni­sa­ti­on- und Zug­kom­mis­si­on, her­aus.
Die Zug­fol­gen star­ten in bewähr­ter Form. „Nichts ist so schön wie Tra­di­tio­nen, die gelebt, aber auch immer mal wie­der über­prüft wer­den. Unser gesam­tes Schüt­zen­fes­tes wird in wei­ten Zügen so gefei­ert, wie es unse­re Vor­fah­ren schon vor 100 Jah­ren gemacht haben. Nichts ist schö­ner, wenn Besu­cher sich auch nach vie­len Jah­ren im zeit­li­chen Ablauf wie­der­fin­den“, beton­te Peter Kli­che. Es gibt jedoch eine Neu­ig­keit: Erst­mals trägt Lukas Schmidt den Schel­len­baum. Er löst Tho­mas Rade­ma­cher ab, der zehn Jah­re lang mit der Stan­dar­te den Zug anführ­te. Eine wei­te­re Neu­ig­keit ist dem Sicher­heits­kon­zept geschul­det. Der neue Schüt­zen­kö­nig wird am Mon­tag nach der Pro­kla­ma­ti­on an der Stadt­hal­le abge­lie­fert und dort auch nach dem Antre­ten auf dem Markt­platz wie­der abge­holt. Eine wei­te­re Neue­rung tritt am Sonn­tag­mor­gen im Hotel „Altes Olpe“ ein. Erst­mals über­nimmt Dr. Chris­ti­an Kuckertz, König von 2013, die Lau­da­tio für die Jubi­la­re. Er löst Mar­kus Arens, König von 1992 und Jubel­kö­nig von 2017 als Spre­cher der alten Köni­ge ab, der das Amt lan­ge Jah­re enga­giert aus­führ­te.
Nach mehr als 20 Jah­ren konn­te der Vor­stand als Fest­mu­sik wie­der ein Marine­mu­sik­korps ver­pflich­ten. Zum ers­ten Mal spielt das Marine­mu­sik­korps au Kiel unter Lei­tung von Kapi­tän­leut­nant Andre­as Siry, der aus dem Wes­ter­wald stammt, auf. Die Fest­zü­ge beglei­ten in bewähr­ter Tra­di­ti­on die Musik­ver­ei­ne Saß­mi­cke und Frenk­hau­sen und die Spiel­manns­zü­ge aus Olpe, Ott­fin­gen und Fle­cken­berg mit. Dabei gibt es ein Jubi­lä­um: Der Musik­ver­ein Saß­mi­cke spielt seit 1949 auf dem Olper Schüt­zen­fest, also sage und schrei­be 70 Jah­re. Der Schüt­zen­vo­gel wird am Sams­tag von Juli­an Neu und Chris­to­pher Rade­ma­cher getra­gen. Mit der Band „Fron­tal Par­ty Pur“ wur­de eine neue Tanz­mu­sik ver­pflich­tet, von der sich der Vor­stand auf­grund der erst­klas­si­gen inter­na­tio­na­len Refe­ren­zen und der Aus­zeich­nung als Deutsch­lands bes­te und erfolg­reichs­te Par­ty­band im Jahr 2014 viel ver­spricht. Mit der Kin­der­be­lus­ti­gung, Kin­der­po­lo­nai­se und Quat­sch­aus­ga­be am Sonn­tag kom­men auch die klei­nen Olper Gäs­te auf ihre Kos­ten.
Die Mit­glieds­kar­ten und die Ein­tritts­kar­ten für den Senio­ren­nach­mit­tag kön­nen vom 8. bis 19. Juli wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten der Spar­kas­se Olpe am Ser­vice­schal­ter abge­holt wer­den (Tel. 898‑3234). Fami­lie Nit­sch­ke nimmt auch Bei­tritts­er­klä­run­gen und Ände­run­gen von Anschrif­ten und Bank­ver­bin­dun­gen ent­ge­gen und ver­kauft Pro­gram­me und Auf­kle­ber. Ren­dant Andre­as Roll, Ober­leut­nant der Finanz­kom­mis­si­on, appel­lier­te, die­sen Ser­vice zu nut­zen, um lan­ge War­te­zei­ten am Kas­sen­häus­chen zu ver­mei­den. Wäh­rend des Vogel­schie­ßens ist zusätz­lich das Tor an der Römer­stra­ße mit Per­so­nen mit gül­ti­ger Mit­glieds- oder Ein­tritts­kar­te geöff­net.
Für den Senio­ren­nach­mit­tag fah­ren drei Bus­se (ab 14.15 Uhr die bekann­ten Hal­te­stel­len an und um 18.15 Uhr wie­der zurück. Von Sams­tag bis Mon­tag kann wie­der der Bus­pen­del­ver­kehr genutzt wer­den, den erst­mals die Fir­ma Fret­ter­tal-Rei­sen über­nimmt.
Auch in die­sem Jahr wur­de mit der Fir­ma Bever wie­der ein zer­ti­fi­zier­ter Sicher­heits­dienst ver­pflich­tet. Die Ein­gangs­kon­trol­le umfasst auch die Über­prü­fung von Taschen und Ruck­sä­cken. Für Fund­sa­chen ste­hen Ober­leut­nant Andre­as Roll (Tel. 7528235) oder Leut­nant Dani­el Schnei­der (Tel. 9779891) zur Ver­fü­gung. Nach dem Schüt­zen­fest ist die Gar­de­ro­be am 25. Juli von 18 bis 19 Uhr geöff­net. Nicht abge­hol­te Gegen­stän­de wer­den danach an das Fund­bü­ro im Olper Rat­haus gebracht.
Beim Rund­gang nach der Pres­se­kon­fe­renz wur­de sicht­bar, dass wie­der eini­ges geleis­tet wur­de, um den Platz und das Gebäu­de instand zu hal­ten. Wie Chris­toph Schnei­der, Ober­leut­nant der Bau- und Platz­kom­mis­si­on ver­kün­de­te, wur­den das Wir­te­bü­ro und der Spei­se­saal kern­sa­niert. Bei­de Räu­me erhiel­ten neue Akus­tik­de­cken, Beleuch­tungs­an­la­gen, Boden­be­lä­ge und Anstri­che. Ins Auge ste­chen im Spei­se­saal die Wand­ver­klei­dung mit Bruch­st­ein­riem­chen und die in Glas­vi­tri­nen gesi­cher­ten Fah­nen. Die rech­te Sei­te des Musik­pa­vil­lons ist noch mit einem Gerüst ver­klei­det. Auf dem Dach müs­sen noch die Hagel­schä­den eines Unwet­ters aus dem ver­gan­ge­nen Jahr besei­tigt wer­den. Die­se Maß­nah­me soll natür­lich bis Schüt­zen­fest abge­schlos­sen sein.
Ansons­ten lädt der Platz dank der bereits erfolg­ten gro­ßen Platz­rei­ni­gung zum Fei­ern ein. im Bier­gar­ten auf der obers­ten Ter­ras­se sind wäh­rend der Fest­ta­ge wie­der der Süß­wa­ren­stand, der Scha­len­dach­wa­gen der Braue­rei und ein Grill­stand zu fin­den. Die Frei­bier­aus­ga­be ist dort am Mon­tag wie­der im Bereich des rech­ten Tores ange­sie­delt. Jede Fir­ma kann ein Fass mit Gers­ten­saft beim Fest­wirt erwer­ben, der Uten­si­li­en wie Zapf­hahn, Glä­ser und Spül­wan­nen stellt. Die Fest­wirt­schaft liegt auch in die­sem Jahr wie­der in den bewähr­ten Hän­den der Fir­ma Klop­pe aus Arns­berg. Wie Frank Cle­mens, Ober­leut­nant der Wirt­schafts­kom­mis­si­on, mit­teil­te, steht die Fir­ma Mer­te für die Spei­se­wirt­schaft nicht mehr zur Ver­fü­gung. Mit der Fir­ma Dorns­ei­fer habe man einen guten Nach­fol­ger gefun­den. „Wir haben die Beffs bereits getes­tet und sie schme­cken klas­se“, so Cle­mens.
Bis auf klei­ne­re Arbei­ten ist alles gerüs­tet für das Fest der Fes­te. Es sind nur noch 49 Tage, bis das Olper Schüt­zen­fest mit dem Senio­ren­nach­mit­tag und der tra­di­tio­nel­len Bier- und Beff­pro­be an den Start geht. Schon bald wird die Innen­stadt in grün-weiß geschmückt sein. Die Stadt Olpe bit­tet, die Wim­pel­ket­ten mit einer Min­dest­hö­he von 4,50 m auf­zu­hän­gen, damit LKW und Ent­sor­gungs­fahr­zeu­ge frei­en Zugang haben.