Olpe. „Es ist sen­sa­tio­nell. Das ist ein Kick!“ – so freu­te sich Rai­ner Brü­ser heu­te Vor­mit­tag. Mit dem 138. Schuss um 11.07 Uhr sicher­te er sich die Königs­wür­de des St.-Sebastianus-Schützenvereins.

Fast exakt eine Stun­de nach dem ers­ten Schuss fiel der letz­te Rest des höl­zer­nen Aars und der 50-Jäh­ri­ge konn­te jubeln. Ins­ge­samt stand der neue Olper Schüt­zen­kö­nig vier Mal unter der Vogel­stan­ge auf dem Ümme­rich. Nach­dem sich im ver­gan­ge­nen Jahr Ste­phan Neu­haus durch­set­ze, war das Glück in die­sem Jahr auf sei­ner Sei­te. Am Ende kämpf­te Rai­ner Brü­ser mit vier Mit­be­wer­bern um die Königs­wür­de. Ab dem 100. Schuss waren sie alle recht treff­si­cher und die Span­nung stieg. Schüt­zen und Gäs­te schie­nen die Luft anzu­hal­ten, als der Vogel schließ­lich mit dem 138. Schuss fiel.

Tosen­der Bei­fall erklang und Rai­ner Brü­ser riss jubelnd die Arme in die Luft. Einer der ers­ten Gra­tu­lan­ten war Ste­phan Neu­haus. Nach dem Sieg­tref­fer tru­gen ihn sei­ne Schüt­zen­brü­der auf den Schul­tern zum Rot­wein­tisch. Zu sei­ner Köni­gin erkor der Reprä­sen­tant der Krom­ba­cher Braue­rei sei­ne Lebens­ge­fähr­tin Doro­thee Stern­berg. Die­se freu­te sich rie­sig und fiel ihm mit den Wor­ten „Wir sind König“ um den Hals. Bei­de nah­men freu­de­strah­lend zahl­rei­che Gra­tu­la­tio­nen ent­ge­gen und lie­ßen sich gebüh­rend fei­ern.

Rai­ner Brü­ser folgt somit einer klei­nen Fami­li­en­tra­di­ti­on. Bereits im Jahr 1981 war sein Bru­der Her­bert Schüt­zen­kö­nig in Olpe, ein Jahr spä­ter folg­te sein Vater Hel­mut. Sein Paten­on­kel war Schüt­zen­kö­nig in Hagen und sein Opa Josef war „König in der Kor­temi­cke“ – bei einem der größ­ten Sack­fes­te in der Stadt.

Der neue Schüt­zen­kö­nig ist seit Novem­ber 2016 Sena­tor der Bür­ger­ge­sell­schaft Olpe und aktiv bei den Jungs vom Hohen Stein. Er gehört zur sieb­ten Kor­po­ral­schaft. Das Wach­lo­kal ist das Olper Kol­ping­haus.

Jac­que­line Son­der­mann